Reges Treiben herrschte am Sonntag morgen auf dem Vereinsgeländes der Hundesportfreunde Schwandorf e.V.Zwölf Mensch-Hund-Teams stellten sich den Anforderungen der Begleithundeprüfung des DHV.Die langjährige Leistungsrichterin Renate Mlinaritsch, die aus Grasbrunn angereist war, überzeugte sich von der Leistungsfähigkeit von Hund und Hundeführer.Zunächst einmal mussten die Teilnehmer ihre Kenntnisse über Hund, Rechtsfragen und Hundeerziehung in einem schriftlichen Prüfungsteil unter Beweis stellen, ehe sie zum praktischen Teil der Unterordnung auf das Übungsgelände wechselten.Verlangt waren dort dann Gehorsamsübungen mit und ohne Leine.Anschließend folgte der letzte Teil der Prüfung, der die Sozialverträglichkeit und Verkehrserziehung der Hunde in Alltagssituationen unter Beweis stellte, wie z.B. eine Menschenmenge zu durchschreiten, Radfahrer und Jogger zu ignorieren.Nach all diesen abgelegten Prüfungen konnten alle Teilnehmer ihre begehrten Leistungsnachweise in Empfang nehmen. Dies tat man im Vereinsheim der Wirtsleute Britta Rester und Bernhard Schnorrer.
Renate Mlinaritsch zeigte sich sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen und so konnte Vorstand Günther Ebner folgende Hundeführer die Urkunde zur bestandenen Begleithundeprüfung aushändigen:Walter Allert (HSF), Angela Gustke (HSF), Maria Hannewald (HSF), Sigrid Hanf (HSF), Stephanie Hirmer (HSF), Christine Keusch (HSF), Susanne Lehner (HSF), Diana Niebler (HSF).Zusätzlich legten noch 3 Teams von befreundeten Vereinen die Prüfung ab:Claudia Hirsch (Pfotenflitzer), Rosi Koch (Pfotenflitzer), Stefan Sedlaczek (Fetzige Hund´).Ein Dank auch an Olli Gustke der mit seiner Meagan als weißer Hund fungierte.Vorstand Günther Ebner bedankte sich bei Leistungsrichterin Renate Mlinaritsch und Prüfungsleiterin Christine Huber für die korrekte Durchführung der Prüfung mit einem Geschenk und überreichte zusätzlich den Teilnehmern ein kleines Präsent inkl. Leckerbissen für deren Hunde.Anschließend gab es dann die wohlverdiente Brotzeit im Vereinsheim.
Gleiche Zeit, gleicher Ort und in alter Frische! Wir starten wieder mit einem Spaziergang in den Tag. Heute soll unser Schwerpunkt auf der Praxis liegen. In wenigen Minuten erläutert Rolf die Thematik, und schon wandern wir, mit bereits bekanntem Gepäck, Richtung Platz. Ziel des Trainings ist es diesmal, den Hund aus einiger Entfernung zu einer Pylone laufen zu lassen, an der er sich dann ablegt. OHNE Kommando! Free Shaping lautet das Motto. („Verhalten wird geformt, indem man jede kleine Variation des Verhaltens in die gewünschte Richtung belohnt.“) Für uns Menschen beginnt jetzt eine beeindruckende Vorstellung. Unsere Hunde zeigen, was sie so alles können, immer in der Erwartung den Click zu bekommen. Die Pylone wird umrundet, berührt, umgestoßen, bis nach geraumer Zeit das „Platz“ direkt neben ihr erfolgt. Und das alles unter der Bedingung: „Nicht anfassen und Mund halten!“ Aber das „Prinzip der kleinen Schritte“ funktioniert. Ziemlich erschöpft von der ersten Trainingseinheit machen wir uns über das Mittagessen her, und tauschen ganz nebenbei noch einige Erfahrungen aus. Danach hat Rolf wieder ein interessantes Spiel für uns Zweibeiner auf Lager. Diesmal haben es die zweibeinigen Hunde aber schwer, denn die „erbarmungslosen“ Trainer bestrafen ausschließlich das falsche Verhalten, ohne das richtige zu belohnen. Fazit dieser Übung ist: Strafe enthält keinerlei Information für den Hund, und viele „Versuchshunde“ (natürlich Menschen!) schaffen es erst gar nicht die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Erschreckend! Nach diesem Exkurs zur Problematik Strafe machen dann doch alle lieber wieder mit dem Free Shaping weiter. Jetzt kommen unsere mitgeschleppten Pappkartons zum Einsatz. Diese werden einfach in der Nähe des Hundes platziert, und nun ist dessen Kreativität gefragt. Er soll uns mal zeigen, was man mit so einer Schachtel alles anstellen kann. Manche legen gleich los und vollbringen unglaubliche Leistungen, während andere noch etwas ratlos vor ihren Hundeführern stehen. Letztendlich hat aber jeder so seine Einfälle. Wir können unsere Wuffs nun in der Kiste, auf der Kiste, nur halb auf der Kiste und überhaupt irgendwie an der Kiste bestaunen. Zum Abschluss des Praxisteils wird unser mittlerweile erweitertes Clickerkönnen auf die Probe gestellt. Zweier Teams versuchen in nur insgesamt 10 Minuten einen „Trick“ einzustudieren. Das Ganze nennt sich „Post-it-Zettel“-Aufgabe und bedeutet, dass der Hund, möglichst alleine, zu einem Target (in diesem Fall ein pinkes Stück Papier), welches am Bein (bei manchen fast Po!!!) des „fremden“ Hundeführers befestigt ist, laufen und dieses berühren soll. 12 Menschen und 12 verschiedene Vorgehensweisen, die fast alle annähernd zum Ziel führen. Einige versuchen es mit „hypnotisieren“ des Zettels, und siehe da, auch so funktioniert es - Eine neue Erkenntnis für Rolf! Damit neigt sich unser Seminar auch dem Ende zu. Sichtlich kaputt finden wir uns ein letztes Mal in der Gaststätte ein, um eine kleine Abschlussdiskussion zu führen, und um Rolf anonym mal so richtig unsere Meinung aufzuschreiben. Nachdem aber eigentlich so ziemlich jeder recht begeistert bei der Sache war, dürfte die Kritik an ihm wohl eher positiv ausgefallen sein! Alles in allem bleibt nur zu sagen: Ein sehr gelungenes, informatives Seminar, bei dem es an nichts mangelte. (An dieser Stelle auch DANKE an unsere Wirtsleute Britta und Bernhard, die uns mit leckerem Essen versorgt haben!)
Auf dem Parkplatz unseres Hundeplatzes herrscht reges Treiben. 12 sechsbeinige Teams und drei männliche Theoretiker erwarten gespannt das Eintreffen von Rolf Hömann samt Rudel (= seine Frau Tina, seine Kids Amy und Nils und natürlich die zwei Border Collies Darwin und Neala). Dieser erreicht kurz später mit voll gepacktem Kleinbus den Ort des Geschehens. Zum gegenseitigen Kennen lernen spazieren wir erst mal in den schönen Wald, der uns rundherum umgibt. Nach reichlich Frischluft ist dann auch der ein oder andere verschlafene Teilnehmer richtig wach, und wir können uns an den ersten Theorieteil des Tages wagen. Unser kleines Wirtshaus hat sich mittlerweile in einen richtigen Seminarraum verwandelt, der mit Projektor, Laptop und Tafel ausgestattet ist. Professionell geht es dann gleich zur Sache, jeder Teilnehmer erhält ein Skript, und Rolf erklärt anhand seiner anschaulichen Folien die Grundprinzipien des Trainings. Doch bevor wir auf unsere Vierbeiner los gelassen werden, sind unsere eigenen Artgenossen dran: „Clickerspiel“ im Biergarten ist angesagt. Sechs „Hunde“ und jeweils ein „Trainer“ dazu. Extrem belustigend und lehrreich dazu, denn erst jetzt wird vielen von uns klar, wie der „richtige“ Hund lernt. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause machen wir uns dann, bepackt mit Clicker, Targets und kiloweise Leckerlis, auf zum Praxisteil. Gearbeitet wird in zwei Gruppen, die von Tina und Rolf betreut werden. Heute stehen Targets in diversen Variationen auf dem Programm (Handtarget, Bodentarget, Targetstab). Eine Übungseinheit dauert zwischen 90 Sekunden bis 3 Minuten, in dieser Zeit gilt es den Hund sooft wie möglich für sein korrektes Verhalten zu bestätigen. Unsere „Profis“ schaffen alle 3 Sekunden einen Click. Beachtlich und zudem ein spitzen Feedback für den Vierbeiner. Langsam neigt sich der erste Tag dem Ende. Mit einem abschließenden Theorieteil entlässt uns Rolf in den wohlverdienten Feierabend.